Oliv Architekten
  • Revitalisierung

Fritz Neu(n) wird Aer

Holzbau im Bestand

Die Revitalisierung des Gebäudes leistet Pionierarbeit beim Thema Holzbau im Bestand. Die Nachverdichtung der Bestandsflächen „Fritz Eye“, der Neubau der Erschließungszone „Fritz Hall“ und die Aufstockungen zwischen den westlich gelegenen Satellitenbauteilen „Fritz Fill“ werden mit verschiedenen Holzbauweisen umgesetzt. Der hohe Anspruch eine perfekte architektonische Lösung zu der außergewöhnlichen Architektur des Bestands zu finden ist neben dem Nachhaltigkeitsanspruch die Prämisse für die Konzeption.

Fritz Hall

„Fritz Hall“ ist die neue zentrale Erschließung zwischen dem Hauptgebäude und den Satellitenbauten. Dies erlaubt eine bessere Auffindbarkeit und die kürzesten Wege zwischen den jeweiligen Gebäudeteilen und Nutzungseinheiten. Die Passage erstreckt sich mit einer Geschosshöhe von mehr als 11m über die gesamte Gebäudelänge. Interne Treppen und Galerien verbinden Alt und Neu. Um die großen Spannweiten zu realisieren, wird eine expressionistisch anmutende Holzkonstruktion aus Brettschichtholz gewählt. Ein Glasdach sorgt für Transparenz und Leichtigkeit, um die Konstruktion in Szene zu setzen.

Fritz Eye

Drei große Atrien / Lufträume gliedern aktuell das Hauptgebäude, dadurch ist das Gebäude nicht effizient und eine Aufteilung in verschiedene Nutzungseinheiten nicht möglich. Die Verkleinerung und partielle Schließung der Lufträume im Hauptgebäude – „Fritz Eye“ – erlaubt flexible, zeitgemäße und offene Bürogrundrisse. Zudem ermöglicht die Umgestaltung das Gebäude künftig auch für unterschiedliche Einzelnutzungen aufzuteilen. Die Nachverdichtung der Bestandsfläche wird mit neuen Holzverbunddecken in fünf Geschossen und drei Atrien realisiert.

Fritz Fill

„Fritz Fill“ sieht eine zweigeschossige Aufstockung zwischen den Satellitenbauten und der neuen Erschließungspassage vor. Die Nachverdichtung ermöglicht den Zusammenschluss von großen zusammenhängenden Büroflächen und einen Flächengewinn von ca. 1.900 m². Als Ergebnis präsentiert sich FritzNeu als maximal flexibles Bürogebäude mit zeitgemäßen Grundrissen. Verschiedene Nutzer und Nutzungen koexistieren und machen den Gewerbestandort zu einem lebendigen, urbanen Ort. Die Aufstockung ist eine Holzskelettkonstruktion mit HVB Decken um möglichst geringe Querschnitte zu erreichen und um eine optimale Akustik zu gewährleisten.

Fritz Head

Die auffällige Architektur der Eingangsrotunde – „Fritz Head“ – am südlichen Eck des Gebäudes wird durch ein Geschoss erweitert. Die Aufstockung verstärkt das ikonische Erscheinungsbild der Eingangssituation. Im Zuge der Revitalisierung werden die Flächen zu Büros umgenutzt.