Oliv Architekten

2. Preis für unseren Entwurf für das Nahversorgungszentrum Eltersdorf

Unser Entwurf erhält den 2. Preis! Wir freuen uns, dass unser Wettbewerbsbeitrag für das Nahversorgungszentrum im Erlanger Stadtteil Eltersdorf ausgezeichnet wird. Alleinstellungsmerkmal ist die ganzheitliche Architektur, welche die dörfliche Typologie der Satteldächer aufgreift und in größerem Maßstab neu interpretiert. Besonderes Augenmerk wird auf die Nachhaltigkeit des Entwurfs gelegt. Für die Konstruktion des Gewerbebaus ist eine Holzhybridkonstruktion vorgesehen und für die Wohngebäude bietet sich die Holztafelbauweise an. Die Gesamtkonzeption zielt auf eine Reduktion des CO2-Fußabdrucks. Diese Minimierung wird durch die Baumaterialien, das Energiekonzept und einen langen Lebenszyklus forciert.

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Auszug aus der Bewertung des Preisgerichts:

Die städtebauliche Figur beschreibt die Form eines Mäanders und hebt sich allein dadurch von den anderen Wettbewerbsbeiträgen ab. Das Gebäude ist nahezu durchgängig fünfgeschossig und weist lediglich im Kopfbau, bedingt durch die gewerbliche Nutzung, eine leichte Überhöhung auf.

Den Auftakt zum Grundstück bildet eine Platzfläche, welche unterirdisch geschickt den erforderlichen Bike & Ride Stellplatz aufnimmt. Ebenso zum Platz hin orientiert befindet sich der Hauptzugang zum Nahversorger. Für eine entsprechende Platzbelebung sorgt das an dieser Stelle situierte Bäckerei-Café.

Im weiteren Verlauf der Erschließungsstraße befinden sich kleinteilige gewerbliche Einheiten, welche unter Umständen auch den Flächen des Lebensmittelmarktes zugeordnet werden können. Durch die darüber liegenden Nebenräume des LMV, sind diese jedoch in ihrer Höhenentwicklung eingeschränkt.

Alle verkehrlichen Erschließungen durch Kunden-PKWs, Bewohner, Park & Ride-Nutzer sowie der Anlieferverkehr sind im mittleren Bereich der Erschließungsstraße konzentriert beziehungsweise gebündelt. Dadurch entwickelt sich für die Entwurfsverfasser die Möglichkeit, einen hofartigen, beruhigten und großzügigen Platz abzubilden, welcher durch den zurückspringen den Teil des Mäanders allseitig eingerahmt wird. Diese Platzsituation ist ein weiteres Alleinstellungsmerkmal des Entwurfs.

Die Wohnungen sind in Form einer Laubengangarchitektur, der mäandrierenden städtebaulichen Form folgend, nach Westen orientiert. Die Wohnungen sind allesamt sehr durchdacht und schlüssig konzipiert.

Das großzügig begrünte Flachdach oberhalb des LMVs ist zur Bahnlinie hin orientiert und bietet deshalb nur eine eingeschränkte Aufenthaltsqualität, kann jedoch, dem Gedanken der Entwurfsverfasser folgend, als Gemeinschaftsfläche im Sinne eines Urban Gardenings genutzt werden.

Das Gebäude erfühlt hohe Ansprüche bezüglich der Nachhaltigkeit insbesondere durch die beschriebene Konstruktionsart und Materialität, zum Beispiel im Bereich der Fassade. Fotovoltaikanlagen auf den obersten Geschossdecken sowie intensiv und in Teilen extensiv begrünte Dachflächen bilden weitere ökologische Pluspunkte.

Insgesamt ein erfrischend anderer Entwurfsansatz, der jedoch auch einige funktionale Schwächen - gerade in Bezug auf den gewünschten Nahversorger - aufweist.